Die diesjährige Saisoneröffnungsfahrt des Radsportclub Betzdorf führte in diesem Jahr die radsportbegeisterten des RSC Betzdorf ins Holpetal. Gestartet wurde natürlich in Betzdorf und es ging erstmal nach Wissen durch das Siegtal. Hier ging es entlang des neuen Radweges hinüber ins Holpetal, da man bis kurz vor Ende hinauf fuhr. Weiter ging es über Morsbach und hinauf über die Wöllenbach um dann über Harbach wieder zurück nach Betzdorf zu fahren. So wurden knapp über 60 Kilometer zurückgelegt. Es wurde sehr entspannt gefahren, so das auch der jüngste, der 9-jährige Samuel Zöller ohne Probleme mitkam.


Die Radsportsaison rollt mit Wucht los: Bei den Profis sind die Sieger der ersten ganz großen Rennen gekürt, doch auch auf nationaler Ebene geht es gleich mit Vollgas in die ersten Veranstaltungen. Mit von der Partie sind auch die Asse aus dem Team Schäfer Shop des RSC Betzdorf, die mit hohen Ambitionen und mehreren Neuzugängen in die Saison gehen.
Die Siegtaler freuen sich über den Einstieg des Altenkircheners Robin Schürdt, der mit 31 Jahren seinen Einstand im Renngeschäft geben wird. Nachdem er zuvor viele Jahre als Fußballer im Mittelfeld der SG Neitersen aktiv war und dort als Identifikationsfigur galt, schlägt Schürdt nun neue Wege ein und hat beim RSC Betzdorf ein ideales Umfeld gefunden, um schnell an die Feinheiten des Radsports herangeführt zu werden. In der Eliteklasse vertritt er die Betzdorfer Farben gemeinsam mit Julius Butenschön.
Viel Erfahrung weitergeben können auch die beiden weiteren Zugänge des RSC Betzdorf, die genau genommen Rückkehrer sind. Rundstrecken-Routinier Till Neschen will es noch mal so richtig wissen und kehrt nach drei Jahren Rennpause zurück. Mit 42 Jahren geht er ab jetzt in der hart umkämpften Masters-2-Klasse an den Start. Teile des Trainings bestreitet er mit seiner Partnerin Mia Krammer. Die 31-jährige Architektin aus Düsseldorf hatte ebenfalls drei Jahre pausiert und startet in der Frauenklasse.
In dieser wird sie bei vielen Rennen gemeinsam mit Francis Cerny agieren, die sich derzeit noch im Trainingslager in Lanzarote den letzten Schliff für die Saison holt. „Weniger arbeiten, mehr trainieren“, formuliert Cerny schmunzelnd einen Wunsch, den sie mit so ziemlich jedem Fahrer in den Lizenzklassen unterhalb der Profiebene teilen dürfte. „Mein Ziel ist, gut bei der Masters-DM in Görlitz zu performen und hier und da aufs Podium zu klettern.“ Nach einem Sieg und zehn Top-15-Platzierungen in der vergangenen Saison wird eine Steigerung nicht leicht. Cerny probiert es aber: „Der Winter war schon mal gut. Eine bessere Grundlage für den Sommer ist vorhanden.“
Die Titelkämpfe der Masters in Görlitz sind auch für mehrere weitere RSC-Fahrer ein Saisonhöhepunkt: Martin Rommelfanger (Masters 4) hat das Rennen bereits dick im Kalender angestrichen, fährt in diesem Jahr allerdings sein Trainingpensum etwas runter und will erst ab Herbst die Umfänge wieder erhöhen, um die Masters-WM 2027 in Frankreich ins Visier zu nehmen.
Wenig Kompromisse wird hingegen Marcel Brech machen, für den die neue Saison eine besondere ist. Im Radsport werden die Mastersklassen in Zehn-Jahres-Schritten eingeteilt – und nach einer Saison, in der er mit 49 Jahren stets zu den Ältesten der Masters 2 zählte, freut sich Brech darauf, nun bei den Masters 3 ein Jungspund zu sein. Das Ziel ist simpel: Brech will so viele Platzierungen wie möglich einfahren und wird sich dabei hauptsächlich auf die Rundstrecke konzentrieren, auf welcher er seine Stärken besonders gut ausspielen kann. Beim Bellheimer Frühjahrskriterium über 40 km hat er am Sonntag als Zwölfter bereits die ersten Ranglistenpunkte eingesackt – Durchschnittstempo 43 km/h.
Bei den 50- bis 59-Jährigen hat er mit Frank Stühn und Jörg Winzen zwei Mitstreiter, mit denen er in den Rennen eine Teamstrategie verfolgen kann, zumal beide ebenfalls stark auf der Rundstrecke sind. Mein Ziel sind mehrere Top-Ten-Platzierungen und mindestens ein Podestplatz“, sagt Stühn. „Gleichzeitig will ich unseren Verein und Sponsor bei den Rennen engagiert und sportlich fair vertreten.“
Das Pendant zu Marcel Brech bei den Senioren 4 ist Zeitfahrspezialist Michael Graben, der in der „Ü60“ nun im jüngsten Jahrgang ist und sich somit bessere Platzierungen als in den Vorjahren ausrechnen kann. „Ein Sieg, zumindest in meiner Altersklasse, wäre noch mal schön. Bei den Landesmeisterschaften Anfang Mai möchte ich auf das Podium. Gleiches gilt für die Zeitfahrserien am Niederrhein.“ Allein schon beim Horst-Niewrzol-Cup und bei der Serie „Op der Panzerstross“ am Kölner Flughafen summieren sich für ihn 19 Wettkämpfe.
Graben ist nicht der einzige „Spezialist“ im Betzdorfer Radsportkollektiv, das viele Sparten abdeckt. Elias Jakobs fährt zwar auch klassische Straßenrennen, ist aber vor allem auf lange und harte Bergprüfungen spezialisiert – vor allem beim legendären Ötztaler Radmarathon will er nach einer starken Premiere im vergangenen Jahr nun noch mal einen draufsetzen. Frank Stühn ist Titelverteidiger bei der Darmstädter Sommerbahnmeisterschaft, Jörg Winzen hat bereits die im Herbst beginnenden Cyclocrossrennen im Blick und Julius Butenschön will sich gerne bei der Gravel-DM am Nürburgring beweisen.
Radsportclub will sich mehr im Breitensport aufstellen
Die diesjährige Hauptversammlung des Radsportclub „Peter Günther“ Betzdorf fand am 30. Januar in der Pizzeria „Calabria“ in Betzdorf statt. In einem Rückblick auf die vergangene Saison teilte Vorsitzende Markus Grigat mit, das 2025 ein sehr erfolgreiches und Ereignis reiches Jahr war. Unter anderem berichtete er von der dreitägigen Etappenfahrt ins Sauerland bei der man auch die „Deutschlandtour“ in Arnsberg besuchte. Neben der Teilnahme an der Ferienspaßaktion der Verbandsgemeinde wurden auch die vielen Vereinsaktivitäten wie das Bergzeitfahren und die Vereinsmeisterschaft gewürdigt. Der Höhepunkt war sicherlich die Jubiläumsveranstaltung der Betzdorfer „City Night“, wo insbesondere das Dernyrennen bei den Zuschauern sehr gut ankam. Dem scheidenden Kassierer Joachim Glock wurde eine sehr gute Kassenführung von den Revisoren bescheinigt, außerdem sei der Verein finanziell auf einer soliden Basis. Der Rennsportwart Michael Graben wies auf eine sehr positive Rennbilanz hin. Die rund 20 Rennfahrer/innen konnten 8 Siege und 127 Platzierungen einfahren. In 2026 sind 14 Rennlizenzen und 3 Funktionärslizenzen beantragt worden. In seiner Funktion als Geschäftsführer wies er auf eine konstante Mitgliederzahl hin, die aktuell bei 98 liegt.
Nach der einstimmigen Entlastung des Vorstandes standen Neuwahlen auf der Tagesordnung. Zum ersten Vorsitzenden einstimmig wiedergewählt wurde Markus Grigat, den Posten des zweiten Vorsitzenden übernimmt nun Sascha Jarusaen, der auch in Personalunion das Amt des Schriftführers weiter ausführt. Da Joachim Glock nicht mehr für das Amt des Kassierers zur Verfügung stand, stellte sich Sandra Wollin zur Wahl, die einstimmig in dieses Amt gewählt wurde. Geschäftsführer bleibt Michael Graben, der danach auch ohne Gegenstimme zum Rennsportwart wiedergewählt wurde. Elias Jacobs und André Metzger wurden zum Beisitzer von der Versammlung bestätigt. Als neue Kassenrevisoren konnten Jörg Büdenhölzer und Joachim Glock gewählt werden.
Der nächste Tagespunkt war die Vorstellung der Aktivitäten für 2026. Eine Winterwanderung mit anschließendem Grillen soll die Zeit bis zum Frühjahr überbrücken, der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben Die Saisoneröffnungsfahrt findet am 28. März statt. Bei einer Charite Veranstaltung für das Kinderhospiz in Olpe an Pfingsten will sich der Verein beteiligen. Eine Wiederholung der Westerwald Umfahrung an einem Tag wird die Marathonfahrer am ersten Juniwochenende erfreuen. Eine mehrtägige Etappenfahrt wird Ende Juni angeboten. Außerdem ist geplant im Sommer ein bundesoffenes Jedermann Rennen in Form eines Jagdrennens auszutragen. Da in 2026 erstmals wieder ein Internationales Radrennen im Sauerland ausgetragen wird, will man dieses unbedingt in Form einer Vereinsaktivität einbinden. Hier gibt es demnächst weitere Infos. Die Vereinsmeisterschaft soll am 10. Oktober ausgetragen werden. Die Abschlussfahrt ist für den 24. Oktober geplant und die Jahresabschlussfeier soll das Jahr am 21. November beschließen.
Am vergangenen Sonntag, führte der RSC Betzdorf zum Ende der Renn-Saison seine Vereinsmeisterschaft auf der Straße durch. Der vereinsinterne Wettkampf fand dabei auf einem 7,15 Kilometer langen, windanfälligen Rundkurs rund um Weitefeld statt. Das Start- und Zielgelände wurde freundlicherweise zum wiederholten Male von der „Metallbau Stühn GmbH“ zur Verfügung gestellt. Bei anfangs kaltem und windigen Wetter gingen 13 Radsportler und der „Derny-Star der Betzdorfer City Night“ Francis Cerny an den Start.
Die Bestzeit des Tages holte sich Elias Jakobs aus Betzdorf, der in diesem Jahr zum ersten Mal in der Elite-Klasse starten musste und für den deshalb drei Runden auf dem Programm standen. Das schien Jakobs aber nicht zu beeindrucken, denn mit einer Zeit von 31:59 min (Durchschnittsgeschwindigkeit 40,2 km/h) distanzierte er den Zweiten Julius Butenschön (Eitelborn) und den Dritten Martin Mangner (Kleinmaischeid) deutlich.
In der anzahlmäßig am stärksten besetzten Seniorenklasse deklassierte Tobias Schütz (Wallmenroth) alle anderen Fahrer deutlich und gewann mit knapp 5 Minuten Vorsprung vor dem 16 Jahre älteren Michael Graben (Fluterschen) und Frank Stühn (Mommenheim) auf dem dritten Platz.
Obwohl Francis Cerny alleine in der Frauenklasse startete, schonte sie sich nicht und kam auf dem welligen Kurs, der immerhin 225 Höhenmeter aufwies, mit einem knapp 28er Schnitt ins Ziel.
Bemerkenswert auch die zwei Jugendfahrer, Theo Scherer (Grünebach) und Samuel Zöller (Niederfischbach), die unter Begleitung ihrer, ebenfalls radsport-erprobten, Väter die Runde nur einmal absolvieren mussten. Der zwölfjährige Theo Scherer gewann dabei mit einer Zeit von 14:50 min vor Zöller, der allerdings drei Jahre jünger ist. In einigen Jahren hofft der RSC Betzdorf den Nachwuchs in der Juniorenklasse starten zu sehen, was in Anbetracht ihrer heutigen Leistung recht wahrscheinlich ist.
Zum Abschluss gab es für alle Fahrer und ihre Angehörigen eine Stärkung vom Grill und aus der Backstube, dabei zeigte sich für das Gruppenfoto vor dem Haupteingang der Firma „Metallbau Stühn GmbH, sogar noch die Sonne.
Wir bedanken uns bei der Firma „Metallbau Stühn GmbH“, die uns freundlicherweise auch in diesem Jahr ihr Betriebsgelände für den Start- und Zielbereich zur Verfügung gestellt hat.
Die City Night des RSC Betzdorf bot am Freitagabend (29.08.2025) Radrennsport pur. In der engen Doppelkurve quietschten aufgrund der Nässe die Scheibenbremsen, als das Feld von der Bundesstraße in die Fußgängerzone einbog. Dazu das Knattern der Derny-Leichtmotorräder, hinter denen die Frauenklasse ihren Wettkampf austrug – eine Atmosphäre, die an ein Sechs-Tage-Rennen erinnerte. Auf dem 900-Meter-Kurs mit Kopfsteinpflaster bekamen die zahlreichen Zuschauer viel geboten.
Zum hochkarätig besetzten Frauenfeld zählten gleich zwei Europameisterinnen: Judith Rottmann, Juniorinnen-Titelträgerin in der Mannschaftsverfolgung, und Gran-Fondo-Seniorinnen-Champion Katharina Garus. Auch World-Tour-Fahrerin Lana Eberle war am Start. Die Siegener Lokalmatadorin Lisa Weber (RSV Osthelden) harmonierte mit Schrittmacher Thomas Funck und ging in die Offensive, am Ende jubelte sie über Platz drei: „Es war sehr schön, sehr schnell, total spannend.“ Rottmann gewann vor Eberle.
Im Hauptrennen der Männer schaffte der Wölferlinger Christian Noll (Colonia Kids), ein langjähriges Mitglied im RSC Betzdorf, fast die Wiederholung seines Heimerfolgs von 2018. Vor der letzten Kurve kämpfte er sich an die Spitze, ehe ihn Nicolas Zippan vom Bundesliga-Team Standert Brandenburg noch abfing. Noll wurde Zweiter, die Brandenburger dominierten das 60-Kilometer-Rennen und sicherten sich zahlreiche Prämien. Im Schnitt lag das Tempo bei 45,5 km/h – dabei zwangen das zu Beginn des Hauptrennens noch nasse Kopfsteinpflaster und die glatten Fahrbahnmarkierungen noch zur Vorsicht. Pech hatten Julius Butenschön und Marcel Brech aus dem Team Schäfer Shop des RSC Betzdorf, die im Regen nach Stürzen ausschieden. Besser lief es für ihren Teamkollegen Frank Stühn als Fünfter und Christoph Ambroziak (RSV Daadetal) als Siebter im Masters-Rennen, das Peter Richter (Standert Brandenburg) gewann. Zum Auftakt, als es noch trocken war, hatten drei Kinderrennen mit 55 Startern das Publikum begeistert – jüngster Teilnehmer war ein zweijähriger Laufradfahrer.
Dass die City Night reibungslos verlief, war auch der Feuerwehr, dem THW, dem DRK und der Stadt Betzdorf zu verdanken, die für Ausleuchtung, Sicherheit und passende Rahmenbedingungen sorgten.
















